Gemeinderatsbericht vom 26. Februar 2026

Stadtkämmerin Carmen Kloß verabschiedet

Mit einem besonderen Moment endete die vergangene Sitzung des Schrozberger Gemeinderats: Nach der Verabschiedung des Haushaltsplans für das Jahr 2026 und vielen weiteren Themen stand als letzter Tagesordnungspunkt die offizielle Verabschiedung der langjährigen Stadtkämmerin Frau Kloß auf dem Programm. Die Sitzung im Februar war die letzte Sitzung, welche sie als Stadtkämmerin begleitete und immer verlässlich mit Antworten auf alle aufkommenden Fragen in den Sitzungen zur Verfügung stand.

Zunächst ergriff Frau Kloß selbst das Wort. In persönlichen und bewegenden Worten bedankte sie sich beim Gremium, bei der Verwaltung und all ihren Kolleginnen und Kollegen für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Im Anschluss würdigte Bürgermeisterin Jacqueline Förderer die Verdienste von Frau Kloß. „Es gibt Menschen, die keine großen Worte mögen – und doch Großes geleistet haben“, begann sie dabei ihre Ansprache. Seit 1989 habe Frau Kloß die Verantwortung für die städtischen Finanzen getragen. Damals sei sie vom Gemeinderat gewählt worden – von dem heute nur noch zwei Mitglieder aus dieser Zeit im aktuellen Gremium vertreten sind. „Sie können aus eigener Erfahrung sagen: Das war eine richtig gute Wahl“, betonte Bürgermeisterin Förderer.

Der berufliche Weg von Frau Kloß begann bereits 1984 nach der Ausbildung bei der Stadt Schrozberg, führte sie dann kurzzeitig nach Waiblingen und schließlich wieder zurück in ihre berufliche sowie private Heimat. Seither steht ihr Name für Verlässlichkeit, Fachkompetenz und Treue zur Stadt Schrozberg. Während für viele die Themen rund um den Haushaltsplan abstrakt erscheinen, habe sie stets das große Ganze im Blick gehabt – Verantwortung für Stabilität, Nachhaltigkeit und die Zukunft der Stadt. Gerade in Zeiten wachsender Herausforderungen, betonte Bürgermeisterin Förderer, habe Frau Kloß die Stadtfinanzen mit großem Pflichtbewusstsein gesteuert – etwa bei der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht (NKHR) oder der Einführung der Doppik. „Euphorie braucht Bodenhaftung – und die kam oft von Frau Kloß“, so Bürgermeisterin Förderer. Mit ihrer Professionalität, Akribie, klaren Argumenten sowie ihrer gesunden Skepsis sei sie ein unverzichtbarer Gegenpart und zugleich jederzeit eine verlässliche Partnerin gewesen. Zahlreiche Förderanträge, die Umsetzung vieler Projekte und die solide finanzielle Basis der Stadt tragen ihre Handschrift – auch wenn man sie nicht immer sieht. Abschließend sprach Bürgermeisterin Förderer im Namen der gesamten Stadt Schrozberg ihren tief empfundenen Dank aus – für jahrzehntelange Treue, fachliche Exzellenz, Klarheit und unermüdlichen Einsatz für Schrozberg. Sie wünschte Frau Kloß für den neuen Lebensabschnitt „Gesundheit, Freude, Gelassenheit – und ein bisschen weniger Zahlen“.

Auch der stellvertretende Bürgermeister Friedrich Gackstatter schloss sich im Namen des Gemeinderates den Worten der Wertschätzung an und bedankte sich mit einer kurzen Rede – auch in gereimter Form – herzlich für die langjährige und stets konstruktive Zusammenarbeit mit dem Schrozberger Gemeinderat. Unser Bild zeigt v.l.n.r. Bürgermeisterin Jacqueline Förderer, Stadtkämmerin Carmen Kloß und den 1. stellvertretenden Bürgermeister Friedrich Gackstatter.

Haushaltsplan für das Jahr 2026 beraten und mehrheitlich beschlossen

Im Januar 2026 wurde der Haushaltsplan durch Bürgermeisterin Förderer und Stadtkämmerin Kloß eingebracht. Genau einen Monat später standen nun die Haushaltsreden, die Aussprache und die Beschlussfassung an. Über zwei Stunden dauerten die Haushaltsrede, die Diskussionen rund um eingebrachte Anträge sowie die Entscheidungen dazu. Schlussendlich wurde der Haushaltsplan 2026 wie eingebracht mehrheitlich beschlossen.

 

Die Fraktion der Freien Wähler machte mit Stadtrat Ulrich Herrschner den Anfang. Der Haushalt 2026 der Stadt Schrozberg umfasst rund 31 Millionen Euro – eine stetig wachsende Summe, die laut Stadtrat Herrschner die Bedeutung der finanziellen Lage unterstreicht. Trotz stabiler Einnahmen zeichnet sich ein angespanntes Gesamtbild ab: Das ordentliche Ergebnis liegt bei –2,8 Mio. Euro, der Cashflow bei –1,6 Mio. Euro, während sich die Schulden auf 1.213 Euro je Einwohner belaufen. Zudem schrumpfen die liquiden Mittel von vier Millionen auf lediglich rund 356.000 Euro. Geplant sind Investitionen in Höhe von 8,4 Millionen Euro. In seiner Rede bezeichnete Stadtrat Herrschner den Haushalt als „Zeitenwende“. Die Kennzahlen seien besorgniserregend, und die Perspektive für die kommenden Jahre düster. Zwar seien die bisherigen Investitionsentscheidungen überwiegend richtig gewesen, nun brauche es jedoch ein neues Denken und mehr Kostenbewusstsein. Während die Einnahmen stabil bleiben, steigen die Ausgaben deutlich an – insbesondere für Personal, laufende Verwaltungskosten, IT und Digitalisierung sowie durch höhere Umlagen an den Kreis. Gleichzeitig warnte der Redner vor zunehmend unsicheren Einnahmen und begrenzten Spielräumen bei Steuern und Abgaben. Von übergeordneten Ebenen wie Land oder Bund sei keine Rettung zu erwarten, betonte er. Vielmehr müsse die Stadt künftig eigene Konsolidierungsschritte gehen und dabei auch unbequeme Entscheidungen treffen. Dazu gehöre, Prioritäten klar zu setzen und auch Investitionen zu strecken, wie dies die letzten Jahre ja bereits oftmals unfreiwillig der Fall war. Trotz aller Herausforderungen zeigte sich Stadtrat Herrschner zuversichtlich, dass die Stadt Schrozberg den Weg in schwierigeren Zeiten gemeinsam meistern kann. Die Einrichtung eines Konsolidierungs-Komitees erachtet die Fraktion der Freien Wähler als sinnvoll und sieht dies als Werkzeug, um dann aller Voraussicht nach unbequemen Entscheidungen in Hinsicht auf Sparmaßnahen zu treffen.

 

Stadtrat Lothar Mühlenstedt eröffnete dann mit einem von Bürgermeisterin Förderer bei der Einbringung genannten Zitat: „Maßhalten ist eine der schwersten politischen Tugenden“. Die CDU-Gemeinderatsfraktion bewertet den Haushalt 2026 der Stadt Schrozberg als finanziell stark angespannt, mit einem geplanten Defizit von rund 2,8 Mio. Euro und einer Neuverschuldung von etwa 3,5 Mio. Euro, ausgelöst durch steigende Pflichtabgaben wie z.B. die Kreisumlage, sinkende Zuschüsse und höhere Personal‑ und Transferkosten. Stadtrat Mühlenstedt erklärt, es wird Maßhalten gefordert werden müssen wegen der zunehmenden finanzielle Schieflage. Die Einrichtung eines Konsolidierungsausschusses, der alle Einsparungen und Investitionen offen und ohne Tabus prüft, wird ausdrücklich unterstützt, so Stadtrat Mühlenstedt für die Fraktion der CDU. Trotz hoher Kosten bekennt sich die CDU klar zur Kinder‑ und Jugendbetreuung, Schulsozialarbeit und zur neuen Fachkraft für Kindergartenbetreuung. Wichtige Investitionen wie die Straßensanierung im Bereich Schrozberg‑Nord inkl. Leitungen, Server/IT‑Modernisierung, die Sanierung des Schlossdaches, die Schulsanierung oder die Sanierung der Leichtathletikanlagen werden grundsätzlich mitgetragen, sollen aber zeitlich gestreckt bzw. erst nach Klärung von Zuschüssen umgesetzt werden. Positiv hervorgehoben wird von der Fraktion der CDU der weiterhin vorgesehene Etat für Gemeindeverbindungsstraßen; kritisch dagegen der Austausch der iPads der Kommunalpolitiker, der nach Ansicht der Fraktion der CDU verschoben werden sollte. Im Bereich Wirtschaftsförderung forderte die Fraktion deutlich mehr Aktivität wie z.B. die aktive Ansprache von Firmen, Präsenz auf Messen und bei Verbänden. Eine kritischere Prüfung von Baunebenkosten und eine effizientere Nutzung des Bauhofs, um externe Vergaben zu reduzieren wünscht sich die Fraktion der CDU. Generell sollen künftig „eingelaufene Trampelpfade“ verlassen und pragmatischere Lösungen gesucht werden. Zum Ende seiner Rede stellte Stadtrat Mühlenstedt fest, dass es sich um herausfordernde Zeiten handelt, aber nicht nur für die Kommunen. Es wird künftig nicht ohne Einschnitte gehen, nur so gelingt dann vorausschauende und verantwortungsvolle Haushaltspolitik. Er sprach sich außerdem dafür aus Verkrustungen aufzubrechen und Verwaltungsabläufe deutlich zu vereinfachen. Mit einem Dank und dem Hoffen auf ein gutes Miteinander beendete die Fraktion der CDU die Haushaltsrede.

 

Sprecher für die Fraktionsgemeinschaft der WfJ/SPD war in diesem Jahr Stadtrat Hans-Joachim Feuchter. In der Haushaltsrede wurde deutliche Kritik am vorgelegten Haushaltsplan geäußert und zugleich angekündigt, dass die Fraktion dem Haushalt in der vorliegenden Form nicht zustimmen werde. Hauptgrund ist das deutlich gestiegene Defizit von rund 2,8 Mio. Euro sowie die sich weiter verschlechternden Aussichten in den kommenden Jahren. Bereits im Haushaltsplan selbst werde darauf hingewiesen, dass der Schuldendienst ab 2029 nicht mehr tragbar sei und künftig stärkere Prioritätensetzungen notwendig würden. Stadtrat Feuchter sprach sich dann im Namen der Fraktionsgemeinschaft WfJ/SPD ausdrücklich für die Einrichtung eines Konsolidierungsgremiums aus. Ziel sei es, Ausgaben kritisch zu prüfen, Prioritäten festzulegen und den Haushalt nachhaltig zu stabilisieren. Konkret kündigte Stadtrat Feuchter dann mehrere Anträge an: Die Streichung der geplanten Investitionen für die Regenüberlaufbecken und die entsprechenden Verpflichtungsermächtigungen bis 2028. Weiter lautete ein Antrag der Fraktionsgemeinschaft der WfJ/SPD, der vorläufige Verzicht auf die Besetzung zusätzlicher Stellen im Rathaus sowie eine grundsätzliche Überprüfung der Personalentwicklung. Generell wurde von der Fraktionsgemeinschaft der WfJ/SPD dabei generell beantragt, dass neue Stellengenehmigungen künftig erst beschlossen werden, wenn der Haushalt eingebracht und vorgelegt wurde. Weiter sprach Stadtrat Feuchter den Antrag an, eine neutralen Zweitmeinung zur geplanten IT-Virtualisierung einzuholen. Außerdem stelle er in seinen Ausführungen fest, dass die Haushaltslage seiner Ansicht nach zu schlecht dargestellt würde und er forderte hier mehr Aufrichtigkeit. Nachdem die Rücklagen der Stadt Schrozberg wachsen, lautete ein weiterer Antrag der Fraktionsgemeinschaft WfJ/SPD, dass hier aus den Rücklagen schon jetzt eine Million in den Haushalt 2026 übertragen werden sollten für die Reduzierung des geplanten Defizites. Darüber hinaus wurden weitere Einspar- und Verschiebemöglichkeiten genannt, unter anderem bei Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen. Auch eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit und mögliche Ausgliederungen kostenrechnender Einrichtungen sollten nach Ansicht der Fraktionsgemeinschaft der WfJ/SPD geprüft werden. Nach dem Einbringen der Anträge ging Stadtrat Feuchter noch auf Bedeutung aktiver Wirtschaftsförderung ein, vorgeschlagen wurde unter anderem ein Austausch mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises, eine strategische Beratung im Gemeinderat sowie ein Imagefilm zur Unterstützung von Unternehmensansiedlungen.

Eine ausführliche Diskussion im Gemeinderat schloss sich an, die eingebrachten Anträge wurden mehrheitlich abgelehnt und schlussendlich der Haushaltsplan 2026 mehrheitlich beschlossen.

Baubeschluss für die MSR-Technik an Regenüberlaufbecken gefasst

Ursprünglich für die Tagesordnung weiter vorne vorgesehen wurde dieser Tagesordnungspunkt erst nach den Beratungen zum Haushaltsplan für das Jahr 2026 beraten und dann auch beschlossen. Grund dafür war ein Antrag aus den Reihen des Gemeinderates, die Tagesordnung zu ändern. Bereits bei den Beratungen zum Haushaltsplan wurde dieses Thema immer wieder angesprochen und auch schon in der Sitzung im Mai 2025 wurde die Thematik im Gemeinderat vorgestellt. Bekannt gegeben wurde von Bürgermeisterin Förderer in der Sitzung im Januar 2026 nun der Erhalt von Fördermittel für die Mess-, Steuer- und Regeltechnik für Regenüberlaufbecken. Hier erhält die Stadt Schrozberg aus Rückflussmitteln rund 1.040.000 € Förderung- Ein Baubeschluss für diese bereits vorgestellte Maßnahme sollte nun im Februar gefasst werden.  Erneut zu Gast war der Planer Marcus Eissing vom Ingenieurbüro Eissing, welcher den Anwesenden die geplanten Maßnahmen erneut vorstellte. Die Stadt Schrozberg betreibt auf ihrem Gemeindegebiet 15 Regenüberlaufeinrichtungen. Gerade die älteren Siedlungsgebiete werden im Mischwassersystem entwässert, in neueren Gebieten wird das Trennsystem genutzt. In Mischwassersystemen werden diese Regenüberlaufbecken benötigt, um bei Niederschlägen das mit Regenwasser verdünnte Abwasser als Mischwasser zunächst aufnehmen und zwischenspeichern. Nach Ende der Niederschläge geben die Becken dann ihren Inhalt wieder in genau berechneter Menge ab, so dass die dahintergelegene Kläranlage hydraulisch nicht überlastet wird. Die Becken sind dabei so dimensioniert, dass sie statistisch häufig vorkommende Regenereignisse abfangen können. Kommt es jedoch zu besonders heftigen Niederschlägen und die Becken werden vollständig gefüllt, so entlasten sie in die nächstliegenden Gewässer bzw. in den nächsten Vorfluter. Untersuchungen der Umweltbehörden vermuten, dass bei dieser Entlastung in die Gewässer diese bei wenigen Regenereignissen so stark belastet werden wie sonst im gesamten Jahresmittel. Um Klarheit und eine sichere Datengrundlage zu erhalten, wie oft und mit welcher Menge die Regenüberlaufbecken in die Gewässer entlasten, forderte das Landratsamt Schwäbisch Hall die Kommunen im Landkreis auf, ihre Regenüberlaufbecken mit dementsprechender Messtechnik auszustatten. Auf Grundlage dieser so gewonnenen Daten sollen zukünftig evtl. weitere geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Belastung der Gewässer weiter zu reduzieren. Die Nachrüstung der Regenüberlaufbecken sollte gemäß dem Erlass des Umweltministeriums bis zum 31.12.2024 erfolgen. Die Stadt Schrozberg hat die hierfür erforderlichen Maßnahmen geplant und mit dem Landratsamt einvernehmlich festgelegt.  Nun wurde im Gemeinderat erneut eine Präsentation gezeigt, diesmal auch mit dem Hintergrund der geplanten Sanierungen und Nachrüstungen zur Arbeits- und Betriebssicherheit, auf welche auch ein großer Teil der Kosten entfällt. Nach fast einstündiger Vorstellung, Beratung und Diskussion erfolgte mehrheitlich ein Beschluss im Gremium zur Durchführung dieser Maßnahme.

Festlegung einer Deckelung der Förderhöhe für private Sanierungsmaßnahmen innerhalb des Sanierungsgebietes „Schrozberg Nord“

In der Gemeinderatssitzung vom 24.05.2023 wurden die Grundlagen zur formellen Festlegung des Sanierungsgebiets „Nord“ beschlossen. Der Fördersatz bei Modernisierung und Instandsetzung eines Wohn-/Geschäftsgebäudes liegt bei einer Förderung von bis zu 30 % der berücksichtigungsfähigen Baukosten. Unabhängig von diesem Fördersatz behielt sich die Verwaltung und der Gemeinderat vor, in Einzelfällen eine Deckelung festzulegen. Aktuell lag der Stadt Schrozberg nun ein Sanierungsantrag für die Modernisierung und Instandsetzung eines Wohngebäudes mit Baukosten von über 400.000 € vor. Bei einer Förderung von 30 % bedeutet dies eine Förderung von über 120.000 €. Die Stadt Schrozberg streckt die Fördersumme vor, erhält dann aber über die Städtebauförderung des Landes 60 % erstattet. In früheren Sanierungsgebieten der Stadt Schrozberg wurde eine Deckelung bei max. 100.000 € festgelegt. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation des kommunalen Haushalts schlug die Verwaltung nun vor, im Sanierungsgebiet „Schrozberg Nord“ eine Deckelung bei 100.000 € zu fixieren, welche im Einzelfall aber durch einen Gemeinderatsbeschluss angehoben werden kann, etwa um wichtige städtebauliche Ziele zu erreichen oder besonders erhaltenswerte Substanz und Denkmäler zu schützen. Der Gemeinderat folgte einstimmig diesem Vorschlag und beschloss die maximale Förderhöhe für private Sanierungsmaßnahmen innerhalb des Sanierungsgebietes „Schrozberg-Nord“ bei 100.000 € zu deckeln.

Kriterienkatalog für Freiflächen-Photovoltaikanlagen aktualisiert

Im Rahmen der Beratungen zu den nächsten Vergaben für Freiflächen-Photovoltaik-Projekte kam die Anregung, den bestehenden Kriterienkatalog zu prüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren. Am 05.02.2026 traf sich dafür der Arbeitskreis, bestehend aus zwei Mitgliedern der CDU, zwei Mitgliedern der Freien Wähler und einem Mitglied der Wahlgemeinschaft Für Jedermann/SPD. Änderungsbedarf wurde für folgende Punkte gesehen: Vergaben soll nur noch einmal jährlich stattfinden, nur noch ein Projekt pro Jahr soll beschlossen werden und bei Agri-Photovoltaikanlagen muss ein Nutzungskonzept vorgelegt werden, aus dem ersichtlich ist, wie die Fläche künftig landwirtschaftlich genutzt werden soll. Sollte außerdem ein Projekt alle Kriterien erfüllen und über die Zusage für einen realisierbaren Netzanschlusspunkt verfügen, kann über dieses Projekt gesondert, außerhalb des bestehenden Vergaberhythmus, entschieden werden. Die Flächenbegrenzung mit max. 2 % pro Gemarkungsfläche und insgesamt max. 1 % der Gesamtfläche von Schrozberg sollte bestehen bleiben. Auch die Festlegung der Ackerzahl bei 40 wurde nicht geändert. Nach kurzer Aussprache erfolgte ein einstimmiger Beschluss für die vom Arbeitskreis ausgearbeiteten und dem Gemeinderat als Beschlussvorschlag präsentierten Änderungen. Eine entsprechende Veröffentlichung des nun geltenden Kriterienkataloges finden Sie im Mitteilungsblatt „Unter Uns“ vom 06. März 2026.

Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Herdwiesen, Änderung Süd“ gefasst

Der Bebauungsplan „Herdwiesen“ aus dem Jahr 1985 beinhalten die Ausweisung von Gewerbegebieten sowie Industriegebieten im westlichen Teil von Schrozberg. Dieser Plan umfasst eine Gesamtfläche von 41 ha. Der westliche Teil des Plangebietes ist bisher noch unbebaut. Die Stadt Schrozberg hat nun Absichten, den letzten freien Bereich des bestehenden Industriegebietes zu entwickeln. Hierfür soll die geplante verkehrliche Erschließung des Ursprungsplanes geändert und den aktuellen Begebenheiten angepasst werden. Daher umfasst der Geltungsbereich der vorliegenden Änderung nur Teilbereiche des Ursprungplanes. Die nun vorgelegte Änderung beinhaltet die Änderung der verkehrlichen Erschließung. Ebenfalls neu mit aufgenommen wurde ein Regenrückhaltebecken sowie ein Bereich für einen Löschwasserbehälter im nördlichen Bereich des Plangebietes. Alle anderen planungsrechtlichen Festsetzungen sowie örtlichen Bauvorschriften des Ursprungplanes wurden an die aktuelle Rechtsprechung angepasst und in die vorliegende Änderung übernommen. Eingebracht wurde dann bei der Diskussion ein Antrag aus den Reihen des Gemeinderates, dass dieser die Sicherung einer Möglichkeit einer zukünftigen Verknüpfung der Umgehungsstraße mit einer Überführung der Bahngleise zwischen Könbronner- und Ringstraße erhält, dafür eine Entscheidung vertagt, um hier entsprechend den Planentwurf anzupassen. Dieser Antrag wurde mehrheitlich nach kurzer Diskussion abgelehnt. Bei der vorausgehenden Argumentation war hierfür ausschlaggebend zum einen die Verzögerung des Verfahrens sowie die äußerst unwahrscheinliche Umsetzung der Maßnahme zur Überführung der Bahngleise.

Kurz berichtet:

  • Zur Ermöglichung einer geplanten Betriebserweiterung in Bartenstein hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung einen Aufstellungsbeschluss für eine Abrundungssatzung „Riedbacher Str.“ einstimmig beschlossen. Damit soll einem ortsansässigen Gewerbebetrieb der Bau einer weiteren Werkstatt ermöglich werden. Der im Gemeinderat gefasst Beschluss erfolgte allerdings vorbehaltlich einer Zustimmung durch den Ortschaftsrat Bartenstein, dieser tagt erst am Montag, den 09.03.2026.
  • In der Gemeinderatssitzung vom 16.12.2025 wurde der Beschluss zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Standorf Süd-West“ Hintergrund für dieses Vorhaben ist, dass die Bauherrin das bestehende Lohnunternehmen weiterführen möchte. Um das landwirtschaftliche Lohnunternehmen wirtschaftlich weiterzuführen, ist ein Ausbau der Gebäude und die Erweiterung der bestehenden Gebäude notwendig. Als weiterer Verfahrensschritt war nun der Beschluss über die frühzeitige Auslegung der Planunterlagen und die frühzeitige Beteiligung der Behören und sonstiger Träger öffentlicher Belange notwendig. Einstimmig hierfür der Beschluss im Gemeinderat, aber auch hier vorbehaltlich der Zustimmung im Ortschaftsrat Leuzendorf, welcher erst im Nachgang zur Sitzung tagte.
  • Beschlossen wurde der Erlass einer Satzung zur Festlegung verkaufsoffener Sonn- und Feiertage in Schrozberg. Termine hierfür sind Sonntag, der 14. Juni 2026 anlässlich des „Schrozberger Sommers“ und Samstag, der 03. Oktober 2026 anlässlich des „Deutschlandfestes“. Eine entsprechende Veröffentlichung finden Sie im Mitteilungsblatt „Unter Uns“ vom 06.03.2026.
  • Die Arbeiten für den Neubau des Abwasserpumpwerks in Speckheim wurden beschränkt ausgeschrieben. 27 Firmen wurden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Zur Submission am 11. Februar 2026 gingen sieben Angebote ein. Das günstigste Angebot kam von der Firma KTS aus Talheim mit einem Angebotspreis von rund 300.000 €. Die Kostenberechnung des planenden Büro ipe für diese Arbeiten beliefen sich auf ca. 194.500 €. Diese führte zur einige Rückfragen aus dem Gremium. Nachdem diese geklärt waren und auch die Gründe für die hohen Kosten genannt wurden, wie z.B. die derzeit angespannte Marktsituation im Bau- und Ausbaubereich, steigende Material- und Beschaffungskosten und baubetriebliche Risiken wie etwa das Arbeiten im Bestand konnte der Gemeinderat einstimmig den Auftrag an die Firma KTS vergeben.
  • Die Spende von Bier der FrankenBräu Brauerei aus Riedbach für die Verköstigung der Gäste am Schrozberger Neujahrsempfang durfte der Gemeinderat nun im Nachgang noch genehmigen. Herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle an die Brauerei aus Riedbach.
  • Bürgermeisterin Förderer berichtete vom Stand bei der Beschaffung des LF 10 für die Abteilung Spielbach. Ein Termin zur Rohbauabnahme bei Ziegler in Giengen habe zwischenzeitlich stattgefunden, der Fahrzeugaufbau sei weitgehend fertig gestellt und es fehlen noch elektrische Arbeiten und der Ausbau der Mannschaftskabine.
  • Bürgermeisterin Förderer berichtete weiter von der Zuweisung einer 4-köpfige Familie und zeitgleich von der Anmietung einer 3-Zimmer-Wohnung ab Mitte April.
  • Zwei neue Einstellungen im Bereich der Stadtkasse/Kämmerei gab es bekannt zu geben: Anna Schwarz aus Schrozberg wird hier künftig für das Steueramt, also die Grund- und Gewerbesteuer zuständig sein. Mareike Kurr aus Wallhausen wird zukünftig mitarbeiten im Bereich der Kasse und zuständig sein für Anordnungen und auch die Wasserabrechnungen.
  • Derzeit erfolgen verstärkt Hygienekontrollen durch das Veterinäramt in den Kindergärten. In drei kommunalen Einrichtungen fanden bereits Begehungen statt, zwei davon waren ohne Mängel. Bei einer Einrichtung wurde ein geringfügig anzusehender formaler Mangel angemerkt und eine Empfehlung für den Einsatz einer Spülmaschine ausgesprochen, welche sowieso für den Haushaltsplan 2026 vorgesehen war.
  • Folgende Termine gab Bürgermeisterin Förderer bekannt: Ein Tag der offenen Tür der Schrozberger Schule am Freitag, den 06.03.2026, zwei Tage später die Landtagswahl am 08.03.2026 und die Besprechung der Teilnehmer zum Schrozberger Sommer am Mittwoch, dem 18.03.2026 um 19.30 Uhr im Vereinsheim der Hohenloher Wandergermanen. Die nächste Gemeinderatssitzung findet weiter am Montag, den 23.03.2026 statt.
  • Einen Beschluss aus nichtöffentlicher Sitzung vom 26.01.2026 hatte Bürgermeisterin Förderer bekannt zu geben: Hier wurde sich dafür ausgesprochen, eine Mitarbeiterin im Kinderbetreuungsbereich nach erfolgter Qualifikation höher zu gruppieren.

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Rathaus Schrozberg

Neues deutsches Namensrecht

Ab 1. Mai 2025 gibt es ein neues deutsches Namensrecht, mit viel mehr Möglichkeiten.

Wichtige Änderungen im Überblick:

  • Die Namenswahl nach der Eheschließung wird vielfältiger
  • Doppelnamen für Kinder sind möglich
  • erleichterte Namensänderungen für Scheidungs- und Stiefkinder

Erklärungsvideo zum Ehenamensrecht: 
https://youtu.be/tWgu3lRUmxU 

Erklärungsvideo zum Kindesnamenrecht: 
https://youtu.be/j7EZq8Rq3ss 

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