Gemeinderatsbericht vom 29. September 2026

Schrozbergs Wirtschaft Thema im Gemeinderat

Auf Anregung der Fraktionen CDU und der Wahlgemeinschaft für Jedermann / SPD wurde im Rahmen der Haushaltsberatungen angeregt, das Thema Wirtschaftsförderung im Gemeinderat zu behandeln. Ziel dieser Initiative war es, die Angebote und die Unterstützungsmöglichkeiten der WFG, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Schwäbisch Hall mbH, für Schrozberg zu beleuchten und auf dieser Grundlage vielleicht neue Impulse für die lokale Wirtschaftsförderung zu setzen. Am 29. September 2026 war nun der Geschäftsführer der WFG, Herr David Schneider in der Gemeinderatssitzung zu Gast und stellte dem Gemeinderat die Tätigkeitsfelder sowie Initiativen vor und sprach auch über das Potenzial Schrozbergs als Wirtschaftsstandort. Herr Schneider berichtete von den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der WfG, nämlich der Unterstützung bei der Existenzgründung durch das Technologiezentrum Schwäbisch Hall, den Angeboten zur Berufsorientierung und Fachkräftesicherung, von unterschiedlichen Förderprogrammen, dem Breitbandausbau durch den Zweckverband Breitband, dem Klimaschutz und Energie durch die Klimazentrum gGmbH und verschiedenen Netzwerke und Veranstaltungen. Auch mit unterschiedlichen Initiativen der WFG versucht diese die bestehende Wirtschaft zu unterstützen wie z.B. ein lokales Gutscheinsystem „Heimatkaufen“, aber auch neue Unternehmer in den Landkreis zu locken z.B. mit der Gewerbeflächendatenbank des Landes. Die WFG pflegt diese Gewerbeflächendatenbank, so Herr Schneider in seinem Vortrag für den gesamten Landkreis und beantwortet darüber Standortanfragen, die über BW International (BW-i) eingehen. Seit dem Beginn der Erfassung gingen insgesamt 29 Standortanfragen ein. Zwei Standortanfragen laufen aktuell noch. Als besonderes Zukunftsthema nannte Herr Schneider die Ansiedlung von Rechenzentren. Hier allerdings sei einer der wichtigsten Standortfaktoren die Stromverfügbarkeit, teilweise seien mehr als 10 MW erforderlich. Ergänzent wurde sein Vortrag noch über den Bericht über Messeauftritte der WFG, mit welchen die Region im Rahmen der Standort- und Fachkräftewerbung präsentiert werden soll. Schlussendlich aber, so Herr Schneider wäre für die Städte und Gemeinden im Landkreis Schwäbisch Hall die bestehenden Gewerbe und deren Entwicklung wichtig. Im Anschluss an den Vortrag kamen einige Fragen zum Thema auf und nach rund 40 Minuten konnte der Tagesordnungspunkt verlassen werden.

Gemeinderat fasst Baubeschluss zur Sanierung der Leichtathletikanlagen in Schrozberg

Zu Gast in der Sitzung war Marcus Essing vom Planungsbüro IPE aus Schwäbisch Hall, um nochmals kurz die geplante Sanierung der Leichtathletikanlagen vorzustellen. Dass Handlungsbedarf besteht, ist unstrittig. So sind z.B. die vorhandenen Tennenbeläge der 100- und 400-Meter-Laufbahnen komplett verbraucht. Auch die Weitsprunganlage oder die Kugelstoßanlage sind nicht mehr zeitgemäß. Vorgesehen ist es, die Sportflächen mit einem zweischichtigen, wasserundurchlässigen Kunststoffbelag einschließlich Markierungslinien zu erneuern und deren Entwässerung wieder zu ertüchtigen. Außerdem soll eine neue Anlaufbahn für den Weitsprung sowie eine normgerechte Kugelstoßanlage entstehen. Aus dem Ausgleichstock wurde eine Förderung von 319.000 Euro zugesagt, aus dem Sportstättenbauförderprogramm des Landes weitere 116.000 Euro – rund 100.000 Euro weniger als beantragt. Eine beantragte Bundesförderung wurde nicht bewilligt. Damit steigt der Eigenanteil der Stadt Schrozberg. Der TSV Schrozberg beabsichtigt parallel den Rasenplatz zu sanieren. Konkret will der Verein den Rasenplatz im Inneren der Anlage samt Bewässerung und Flutlicht in eigener Regie modernisieren. Finanziert werden soll das Vorhaben über Fördermittel des Württembergischen Landessportbunds, Sponsoren und Eigenmittel des Vereins. Hiervor berichtete in der Sitzung auch der Leiter der Fußballabteilung des TSV Schrozberg Patrick Mühlenstedt. Beide Projekte müssen eng aufeinander abgestimmt werden. Ein einstimmiger Beschluss, trotz höherer Eigenmittel der Stadt Schrozberg erfolgte nach rund 25-minütiger Diskussion und Beratung.

Eröffnungsbilanz der Stadt Schrozberg beschlossen

In seiner öffentlichen Sitzung am 29.09.2026 hat sich der Gemeinderat der Stadt Schrozberg mit der Eröffnungsbilanz im Rahmen der Umstellung des städtischen Finanzwesens auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht (NKHR) befasst. Grundlage für diese Umstellung war eine landesweite Reform. Alle Kommunen im Land waren verpflichtet, das NKHR bis spätestens 01.01.2020 einzuführen. Mit dem NKHR wird das kommunale Finanzwesen von der bisherigen Kameralistik auf die kaufmännische doppelte Buchführung umgestellt. Diese Umstellung soll den Städten und Gemeinden einen vollständigeren Überblick über ihr Vermögen, ihre Schulden und den tatsächlichen Ressourcenverbrauch verschaffen. Der Gemeinderat der Stadt Schrozberg hat bereits im Jahr 2017 beschlossen, das städtische Finanzwesen zum 01.01.2020 von der Kameralistik auf das NKHR umzustellen und damit der gesetzlichen Verpflichtung zu entsprechen. Zentraler Bestandteil der Umstellung ist die Erstellung einer Eröffnungsbilanz. Diese stellt das kommunale Vermögen und die Schulden erstmals umfassend und nach kaufmännischen Grundsätzen dar. Die Stadt musste hierfür ihr gesamtes Vermögen – immaterielles Vermögen, Sachvermögen und Finanzvermögen – sowie ihre Schulden vollständig erfassen und bewerten. Nachdem die Anlagen in das neue Rechnungssystem eingespielt und die weiteren Eröffnungsbilanzbuchungen vorgenommen wurden, konnte die Eröffnungsbilanz nun aufgestellt werden und wurde den Gemeinderat von Stadtkämmerer Roshen Mathura kurz erläutert. Die Eröffnungsbilanz weist nun ein Bilanzvolumen in Höhe von 67.740.080,61 EUR aus. Die Eigenkapitalquote der Stadt Schrozberg beträgt 61,6 %. Einstimmig erfolgte der Beschluss im Schrozberger Gemeinderat.

Kurz berichtet:

  • Zwei Bauvorhaben in den Teilorten wurden mit einem entsprechenden Gemeinderatsbeschluss weiter auf den Weg gebracht: So stimmt der Gemeinderat, nachdem auch der Ortschaftsrat Bartenstein bereits seine Zustimmung erteilt hatte, für den Entwurf einer Abrundungssatzung „Riedbacher Straße“, Gemarkung Bartenstein. Mit dieser Abrundungssatzung soll einem dortigen KFZ-Fachbetrieb die Erweiterung ermöglich werden. Für ein Bauvorhaben in Standort – dort soll ein bei einem Lohnunternehmen ein Ausbau, eine Erweiterung und eine Betriebsleiterwohnung realisiert werden – war für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes der Beschluss über die Änderung des Flächennutzungsplanes Schrozberg 2020 notwendig. Der Ortschaftsrat Leuzendorf wird darüber in seiner in Kürze stattfindenden Sitzung beraten, vorbehaltlich erfolgt bereits jetzt schon die Zustimmung des Gemeinderats.
  • Bürgermeisterin Förderer gab Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 23.06.2026 bekannt: Ein Antrag auf Erlass der Grundsteuer wurde abgelehnt, dem Kauf eines Grundstückes auf Gemarkung Schrozberg zugestimmt sowie Herr Felix Link zum stellvertretenden Hauptamtsleiter gewählt.
  • Über drei Personen, welche in letzter Zeit ihren Dienst bei der Stadt Schrozberg begonnen haben informierte Bürgermeisterin Förderer den Gemeinderat: Am 13. Juli 2026 starteten Herr Roshen Mathura als neuer Kämmereileiter und Felix Link als stellvertretender Hauptamtsleiter. Herr Link wurde außerdem in einem weiteren Tagesordnungspunkt zum Eheschließungsstandesbeamten ernannt. Außerdem war am 27. Juli 2026 der Arbeitsbeginn von Herrn David Hajosch als Fahrer der Straßenkehrmaschine, allerdings ist dieser direkt über den Zweckverband Straßenkehrmaschine Nord-Ost angestellt.
  • Über eine just am Tag der Sitzung erfolgte Flüchtlingsaufnahme informierte die Bürgermeisterin das Gremium.
  • Ein neues Angebot gibt es im Schrozberger Rathaus: Obergerichtsvollzieherin Silvia Stark bietet hier seit Juli einmal in der Woche eine Sprechstunde
  • Eine Legionellenbelastung im Ortszentrum Leuzendorf erforderte eine kostenaufwändige Behandlung. Zwischenzeitlich sind die Werte wieder im Normalbereich.
  • Weiter sorgt ein Pilzbefall im früheren Rathaus in Schmalfelden und damit auch in den Räumlichkeiten des Feuersteinmuseums für Sanierungsarbeiten.
  • Für eine seit April diesen Jahres unbesetzte Stelle im Bürgerbüro konnte nun intern eine Lösung gefunden werden: Katja Prucha wechselt ab November 2026 von der Kämmerei in das Bürgerbüro.
  • Nach einer Information der NetCom hat ein im Open-Access-Verfahren gestellter Antrag ergeben, dass mit der Firma Stiegeler Internet Service GmbH aus Schönau ein weiterer Anbieter auf dem Glasfasernetz hinzukommt
  • Eine Information vom Straßenbauamt gab Bürgermeisterin Förderer auch an den Gemeinderat weiter: Die Straße L 1022 vom Bahnübergang bei der Firma Sänger bis zur Einmündung zur B 290 soll in der 2. Jahreshälfte 2026 saniert werden.
  • Einer Interessengemeinschaft Tauberbahn mit Teilnehmern aus dem Main-Tauber-Kreis und dem Landkreis Schwäbisch Hall will auch die Stadt Schrozberg beitreten, geplant ist eine Gründerversammlung am 20.10.2026.
  • Die Nachfrage in Sachen Schulbetreuung, so Bürgermeisterin Förderer liegt bei durchschnittlich 20 Anmeldungen pro Einheit.
  • Bürgermeisterin Förderer informierte den Gemeinderat über den Erhalt folgender Fördermittel:
  • Beim Fördertopf „Modernisierung Ländlicher Wege“, kurz MoLWe wurden von der Stadt Schrozberg für die Modernisierung von Feldwegen 40 % Förderung beantragt und auch so zugesagt.
  • Für die Sanierung der Leichtathletikanlagen erhält die Stadt Schrozberg aus der Sportstättenförderung rund 116.000 €, rund 100.000 € weniger als beantragt. Aus dem Ausgleichsstock erhält die Stadt Schrozberg für diese Maßnahme 319.000 €.
  • Weiter berichtete Bürgermeisterin Förderer von einer unterjährigen Programmentscheid in Sachen ELR, ein Antrag im Bereich Schmalfelden wurde mit 49.440 € gefördert. Für das kommende Jahr wurden für diese Förderung fünf Anträge eingereicht.
  • Termine: An die anstehende Einweihung des Feuerwehrhauses in Spielbach am 09. Oktober 2026 sowie die nächste Gemeinderatssitzung am 22. Oktober 2026 erinnerte Bürgermeisterin Förderer das Gremium.
  • Mehrheitlich beschloss der Gemeinderat einem Änderungsantrag zu einem Protokoll vom 23.03.2026 nicht zuzustimmen.
  • Aufgrund von Dringlichkeit musst die Verwaltung Aufträge im Eilverfahren Hier ging es um den Anschluss eines zusätzlichen Geblässes und eine Verrohrung des Misch- und Ausgleichsbehälters auf der Kläranlage in Schrozberg. Beide Aufträge wurden vergeben an die Firma Keller & Hahn und die Ausgaben in Höhe von rund 20.500 € und wurden nach entsprechendem Beschluss außerplanmäßig zur Verfügung gestellt.
  • Vergeben wurden außerdem die Bauarbeiten für die Erschließung des Industriegebietes Herdwiesen: Gewerk 1 mit Tief- und Straßenbauarbeiten ging an die günstigste Bieterin die Firma Rossaro aus Aalen zu einem Angebotspreis von rund 1.440.000 €. Gewerk 2, die Wasserversorgung mit Rohrlieferung – und Verlegung führt die Firma Steinbrenner aus Wiesenbach als günstigste Bieterin aus. Kosten dafür rund 28.000 €.
  • Drei Geldspenden wurden vom Gemeinderat angenommen: Für die Freiwillige Feuerwehr Schrozberg, für den Spielplatz in Leuzendorf sowie eine Spende für Bänke und Tische am Wolfskreuter See. Herzlichen Dank nochmals von dieser Stelle an alle Spender.

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Rathaus Schrozberg

Neues deutsches Namensrecht

Ab 1. Mai 2025 gibt es ein neues deutsches Namensrecht, mit viel mehr Möglichkeiten.

Wichtige Änderungen im Überblick:

  • Die Namenswahl nach der Eheschließung wird vielfältiger
  • Doppelnamen für Kinder sind möglich
  • erleichterte Namensänderungen für Scheidungs- und Stiefkinder

Erklärungsvideo zum Ehenamensrecht: 
https://youtu.be/tWgu3lRUmxU 

Erklärungsvideo zum Kindesnamenrecht: 
https://youtu.be/j7EZq8Rq3ss 

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